Heute haben wir eine Vormittags- undefined Nachmittags-Tour.
Am Morgen die gelbe und am Nachmittag die blaue Tour

Erster Punkt war Orongo.




Hier ging es um den Vogelmann Kult
Hier kommt jetzt das „Dorf“ Orongo ins Spiel. Dazu gehören noch 52 kleine, oval förmige Steinhäuser mit engen Eingängen. Orongo liegt auf einer schmalen Klippe der Südwestspitze der Osterinsel. Auf der einen Seite fällt die Steilwand 300 Meter zum Meer hin ab, auf der anderen Seite 200 Meter zum Kratersee des Vulkans Rano Kao. Von hier bietet sich ein überwältigender Blick über den Pazifischen Ozean mit den drei der Osterinsel vorgelagerten Motus-Inseln.
Das Dorf diente einst den Teilnehmern am Vogelmannkult solange als Unterschlupf, bis sie die nistenden Vögel entdeckten. Von hier aus starteten die Hopu Manu, die Wettkämpfer, alljährlich zum Wettstreit um das erste Vogelei. Das erzählt allerdings auch wieder eine Legende. Die Steinhäuser bestehen aus flachen Natursteinplatten, die im Erdreich verankert und ohne Mörtel aufeinander geschichtet sind. Die fensterlosen Häuser haben einen länglich-ovalen Grundriss mit lediglich einem tunnelartigen, etwa 50 Zentimeter hohen Eingang und sind nur kriechend zu besichtigen. Doch das war man ja damals auch von den Eigenheimen gewohnt. Verschiedene Expeditionen führten in den Innenräumen Ausgrabungen durch. Gefunden wurden tatsächlich Gegenstände des täglichen Gebrauches, die beweisen, das hier über eine bestimmte Zeit Menschen gelebt haben. In einem dieser Häuser wurde auch der kleine Moai gefunden, den die Besatzung des britischen Schiffs HMS Topaze 1869 nach London transportierte. Er ist heute in der Eingangshalle des British Museum in London ausgestellt. Sein Name lautet: Hoa Hakananai’a. Die Darstellungen auf seinem Rücken deuten auf den Vogelmannkult hin.
Für den Vogelmannkult sollen zur Brutzeit der Vögel und nach Sichtung der Nester jedes Jahr im Juli, mutige Männer den äußeren Kraterrand des Rano Kao herabgeklettert und bis zur Insel Motu Nui geschwommen sein. Dort angekommen suchten sie die Seevogelnester, entnahmen ein Ei, banden es sich in einem kleinen Körbchen auf die Stirn und schwammen zurück zur Insel. Dort kletterten sie wieder die 300 Meter hohe Kraterwand empor.
Der Häuptling des Stammes, dessen Krieger das Ei brachte, wurde für ein Jahr zum Vogelmann (tangata-manu) ernannt, der neben der Funktion als Oberhaupt auch eine vermittelnde Funktion zwischen den Einwohnern und dem Gott Makemake hatte. Was schließlich auch wieder typisch war: Nicht der Mann, der sein Leben riskierte, erhielt die Ehre, sondern sein Chef, der möglicherweise die ganze Zeit am Kraterrand in der Sonne saß und es sich gut gehen ließ. Der Vogelmann galt für ein Jahr als besonders heilig. Er genoss große Macht, ihm wurden Zauberkräfte nachgesagt, er lebte aber auch in besonderer Abgeschiedenheit und musste sich zahlreichen Einschränkungen unterwerfen. So durfte er zum Beispiel keine Nahrung mit der Hand berühren. Trotz einiger Nachteile soll der Titel des Vogelmannes sehr begehrt gewesen sein und war mit einem hohen politischen und religiösen Prestige verbunden.
Direkt neben dem Vogelmann Dorf erstreckt sich einer der jüngsten Kraterseen auf den Osterinseln.



Im Museum gab es dann noch weitere interessante Information.


Ich einige Blicke zurück auf den Krater.



Und auch in Richtung Rapa Nui eine schöne Aussicht.



Hier dann noch eine Plattform, die in ihrer Präzession der Steine an Tiahuanaku und Inka Bauwerke erinnert.





Hier noch Fotos aus dem Steinbruch mit noch weicherem Material, wo die Hüte für die Statuen gemacht wurden. Diese Hüte haben wohl nur Oberhäupter/ Könige bekommen. Auch in diesem Steinbruch liegen noch viele nicht Benutzte.




Events auf den Osterinseln werden hier veranstaltet. Entsprechende Stücke sind sozusagen Teileiner Dauerausstellung. Diese stellen zum Teil aktuelle sportliche Wettbewerbe nach.





Auf dem Weg zur Mittagspause gab es Fische und Schildkröten.



Nun kam eine viel zu lange Mittagspause. Wir haben Crêpe und Waffel gegessen und uns dann im Hotel noch eine halbe Stunde ausgeruht. Wir sind mittlerweile doch etwas k.o. vom vielen Reisen.


Dann al wieder ein besonderes Auto, was. Och fährt. Wir hoffen natürlich, dass unser Jimny in Südafrika nicht irgendwann einmal so aussieht.


Nun sind wir auf der blauen Tour startend um 14:30.

Wir sind bei den 5 Moai, von den der kleinste rechts wohl einer der ältesten ist, Dennis Laufe der Zeit wurden diese immer größer.Hier findet sich auch der Einzige mit den Korallen in den Augen. Das hatten früher alle, dieser ist restauriert und etwas konserviert.







Hier der letzte aufgerichtete Moai. Nun lässt man die Toten ruhen, wie es vorgesehen war.


Ein Eintritt findet sich ein Original Rapa Nui Fitness Gerät 🙂





Auf zu den 7 Moai, die der Legende nach die Entdecker darstellen. Kann natürlich nicht stimmen, denn gleich nach der Landung konnte man sicher nicht direkt solche Statuen herstellen.








Die letzteStatue, die wir besuchen, ist besonders. Denn sie ist genau so ausgerichtet, dass sie exakt bei der Sommersonnenwende den längste Schatten wirft und den Umkehrpunkt der Sonne markiert, am 21.12.. Außerdem, wenn man genau hinschaut, hat diese Statue 4 Hände. Keiner weiß, was es damit auf sich hat.


Nun haben wir auch (fast) alles hier auf der Insel gesehen. Stempel haben wir mittlerweile auch viele auf unseren Parkeintrittskarten.

Zum Abendessen sind wir nochmals los und kamen auf über 15 km heute. Trotzdem sieht das Essen größer aus als es war.


