Nach einigermaßen guten Frühstück im Hotel …






… ging es um 09:00 los auf unsere geführte Tagestour über die gesamte Insel.
Wir waren mit dieser Reiseagentur heute auf der grünen Route unterwegs.



Ls etwas über die Insel


Zunächst haben wir eine Stätte besucht, in dem die ehemaligen Siedlungen dr Rapa Nui rekonstruiert wurden.
Es gibt dort geschützte Anpflanzungen, Bootshäuser, Feuerstellen und eigentlich in jedem Dorf




Moai (eigentlich rapanui Moai Maea„steinerne Figur“) werden die kolossalen Steinstatuen der Osterinsel genannt. Sie sind Bestandteil größerer Zeremonialanlagen (Marae), wie sie ähnlich auch aus anderen Bereichen der polynesischen Kultur bekannt sind. Das genaue Alter der Figuren ist umstritten, mittlerweile gilt jedoch als gesichert, dass sie nicht älter als 1500 Jahre sind. Sebastian Englert nummerierte und katalogisierte 638 Statuen, das Archaeological Survey and Statue Projectvon 1969 bis 1976 ermittelte 887, vermutlich waren es jedoch ursprünglich über 1000.
Die Moai stehen nicht isoliert, sondern sind Teil einer Zeremonialanlage, wie sie ähnlich auch aus anderen Bereichen des Südpazifiks – zum Beispiel Marquesas, Neuseeland, Tuamotu-Archipel, Bora Bora, Tahiti, Pitcairn – als Marae bekannt ist. Dennoch sind die Anlagen der Osterinsel insofern einzigartig, als sie an Größe alle anderen Bauwerke der Südsee weit übertreffen. Die typische Zeremonialanlage der Osterinsel in klassischer Zeit lag in der Regel zwischen einem Dorf und der Küste. Man geht heute davon aus, dass jedes Dorf, das jeweils von einer Sippe oder Großfamilie bewohnt wurde, eine eigene Anlage errichtet hatte. Sie bestand aus einem geebneten Platz und einer ansteigenden, mit Kies(poro)gepflasterten Rampe, die zu einer rechteckigen Plattform (Ahu) führte, die in megalithischer Steinsetzung so sorgfältig ausgearbeitet war, dass bei Anlagen der Kulturblüte (zum Beispiel beim Ahu Tahira in Vinapu) auch heute noch die ursprüngliche passgenaue Form erhalten ist. Das veranlasste Thor Heyerdahl zu seinem Vergleich mit den Inka-Mauern in Peru. Die riesigen Steinskulpturen waren auf der Plattform mit Blick auf die davor liegende Ansiedlung – d. h. bis auf wenige Ausnahmen mit dem Rücken zum Meer – aufgestellt. Die Figuren waren auf flachen, zylindrischen, in den Ahu eingelassenen Fundamentsteinen aufgerichtet und lediglich mit kleinen Steinchen verkeilt. Mörtel war auf der Osterinsel unbekannt.
Alter der Ahu-Anlagen:
Das Alter der Ahu-Anlagen auf der Osterinsel wird in drei Zeitperioden eingestuft und zwar in Früh-Periode, Mittlere Periode und Spät-Periode. Diese Perioden lassen sich wie folgt charakterisieren:
Früh-Periode [> 400 – ca. 1100]:
Einzelne Anlagen sind nach der Sonne ausgerichtet. Die Steine der seeseitigen Frontmauern sind passformgerecht bearbeitet. Die Anlagen besaßen noch keine Moai-Statuen.
Mittlere Periode [1100 – 1680]:
Die seeseitigen Frontmauern bestehen aus würfelförmigen Natursteinen und sind mit landseitigen Terrassen und seitlichen Flügeln ausgestattet. Auf dem mittleren Podest stehen die monumentalen Moai. In den Terrassen und Seitenflügeln sind Begräbniskammern eingebettet.
Spät-Periode [1680 – 1868]:
Die Spät-Periode der Ahu-Anlagen ist gekennzeichnet von Zerstörung. Die Moai wurden gestürzt, die Steine der Seitenflügel wurden teilweise auf die mittlere Terrasse zu einer Halb-Pyramide aufgeschichtet. Bestattungen auf den Anlagen finden nur noch sporadisch statt, die Leichname werden nur noch mit Steinen zugedeckt oder in künstliche Hohlräume gelegt.
– Zweckbestimmung:
Früh-Periode = Heiliger Ort
Ein Blick auf die Namensbezeichnungen der Zeremonie Stätten in Zentralpolynesien zeigt, dass es sich bei den Ahu-Anlagen auf der Osterinsel aus der Frühen Periode [> ca. 400 – 1100] zunächst wohl nur um einen heiligen Ort handelte, an dem Priester ihre verschiedenen Kulthandlungen praktizierten.
Mittlere Periode = Stätte der Ahnen
Mit dem Wandel der Anlagen in Gedenk- und Begräbnisstätten [ab etwa 1100], dienten die Ahu-Anlagen einem Ahnenkult. Die auf den Ahu-Anlagen aufgestellten Moai repräsentierten wichtige Ahnen, deren Gebeine in innenliegende Grabkammern bestattet wurden. Die aufgestellten Moai auf den Ahu-Anlagen wurden mit Augenhöhlen ausgestattet, in denen die Priester beim Anrufen der Ahnen Augen-Inletts legten. Nach dem Glauben der Rapanui wechselte auf diese Weise die ursprüngliche Lebensenergie (Mana) von den Gebeinen des Ahnen in die steinerne Hülle und konnte so, schützend über die jeweilige Siedlungsgemeinschaft wachen. Sämtliche Ahu-Moai an den Küsten waren so ausgerichtet, dass sie mit dem Rücken zum Meer standen und über die Hütten der Siedlungsgemeinschaft ins Landesinnere blickten.
Neben dem Ahnenkult wurden auch Dank- und Gedenkfeierlichkeiten an den Ahu-Anlagen praktiziert, bei denen die Söhne ihre verstorbenen Väter ehrten. Derartige Feierlichkeiten nannten sich Paina-Festivals, die auf dem jeweiligen Ahu-Vorplatz ausgetragen wurden. In einem speziell dafür ausgelegten Paina-Kreis wurde eine etwa 3 Meter hohe Figur aufgestellt, die aus einem Holzgerüst bestand und mit Tapa-Stoffen ummantelt war. Hinter der Figur konnte sich ein Redner stellen, der durch die Figur zur Festgemeinschaft sprach, um den Verstorbenen zu gedenken.
Ahu-Anlagen und Astronomie:
Etwa 15 bis 20 Ahu-Anlagen wurden nach astronomischen Gesichtspunkten erbaut und ausgerichtet. Acht davon mit einer Nord-Süd-Richtung. Der US-Wissenschaftler William Liller ist der Meinung, nach dieser Ausrichtung konnten die Rapanui den höchsten Sonnenstand ermitteln und hätten danach die kulturellen Zyklen bestimmt. Denkbar sei auch, die Ausrichtung dieser Ahu habe navigatorischen Zwecken gedient. Der Wissenschaftler Edmundo Edwards und der Astronom Juan Belmonte meinen, die meisten der nach astronomischen Gesichtspunkten ausgerichteten Anlagen dienten der Beobachtung der Sterne (hauptsächlich die der Plejaden und des Orion-Gürtels), andere der Beobachtung der Planeten wie Sonne, Mond und Mars.






Ab ca. 1880 spätestens sind alle Moai umgekippt worden, fast immer aufs Gesicht. Dieses einschneidende Ereignis, das bereits vorher begann und die Änderung der Gesellschaftsform hin zum Vogelmann Kult, s.u..
Ahu – heutiger Zustand:
Die meisten Ahu-Anlagen auf der Osterinsel zeigen sich als Ruinen mit starken Erosionsspuren und sollen auch nicht wieder aufgebaut werden. Es wird nur versucht, die Anlagen vor weiteren Beschädigungen zu schützen.
Seit 1956 wurden folgende Ahu-Anlagen restauriert:
- 1956 Ahu Ature Huki (Thor Heyerdahl)
- 1960 Ahu Akivi (William Mulloy)
- 1968 Ahu Kio’e (William Mulloy)
- 1968-1970 Ahu Ko Te Riku (William Mulloy)
- 1968-1970 Ahu Tahai (William Mulloy)
- 1968-1970 Ahu Vai Uri (William Mulloy)
- 1972 Ahu Huri A Urenga (William Mulloy)
- 1974 Ahu O Kava (William Mulloy)
- 19?? Ahu Tautira (??)
- 1978 Ahu Nau Nau (Sergio A Rapu)
- 1992-1995 Ahu Tongariki (japanische Archäologen)
- 1998 Ahu Riata (??)
Hier eine Anlage im Original Zustand mit nicht aufgerichteten Statuen.
Besonders beeindruckend war es im Steinbruch, wo die Statuen hergestellt wurden. Neben den fertigen und nicht abtransportierten Moais sind auch alle Stufen der Produktion zu sehen. Es wurde der Tuffstein verwendet, der viel leichter als der Basalt zu bearbeiten ist.































Dann gab es Tuna zum Mittagessen, für uns beide.

Die wohl bekannteste Anlage ist die von Tongariki. Hier gibt es die meisten Fotos und diese haben wir auch aus der Ferne von der AIDA am 06.12.2022, also vor fast genau 3 Jahren. Als wir die Insel nicht betreten durften.


Nun aber ….
















Dann haben wir noch einen weiteren Ort besichtigt.




Dann ging’s zum Strand. Hier seht die Statue, die Thor Heyerdahl in den 1950ern zusammen mit Einheimischen und mit Hilde von Seilen und Hebel als erste wieder aufgerichtet hat.






Und eine kleine Erfrischung.


Nach der Tour dann noch einmal in den Ort …






… und mal etwas Süßes zur Abwechslung.





Heute sind wir wenigstens deutlich über 12 km zu Fuß unterwegs gewesen. Die Fitness leidet schon, wenn man so wie wir reist
