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Heute, am 03.12.2025 die Königsetappe. Über den Sico Pass nach Chile. Und dann doch nicht.

Heute stand die Königsetappe an. Von Salta über den Sico Pass nach San Pedro de Atacama. Ca. 250 km unbefestigte Straße warten auf uns. Vorher die schöne Fahrt nach Sn Antonio de Los Cobres, wo auch der Zug über den Wolken, Tren de los Nubes, startet.

Erst einmal Regen in Salta, wie auch gestern am Abend und zunächst auf der Fahrt. Damit der erste wirklich erste Tag mit schlechten Wetter?

Nein. Nach einiger Zeit klart es auf. Rund 3.500 Höhenmeter liegen vor uns auf dem Weg zunächst nach San Antonio.

Bald lässt der Regen nach und unten am Beginn der Eisenbahnstrecke, die uns lange begleiten wird, Erinnerungen an die Ära der Dampflokomotiven.

Und überall auch alte Brücken aus Stahl. Sehen nach über 100 Jahren noch gut aus. Nass ist auf der Straße noch.

Und die Kakteen blühen.

Weiter Richtung San Antonio mit wieder einmal tollen Landschaften.

Hier fährt auch der Zug über den Wolken. Wir sind schon gemeinsam das zweite Mal hier (und ich einmal mehr während der Motorrad Tour, Hotel damals im ersten Bild unten links) und beim letzten Mal sind wir auch mit dem Zug gefahren.

Und deswegen mussten wir auch wieder zu diesem tollen Eifel Viadukt. Kostete uns mit einer kleinen Pause ca. 1 Stunde. Vorher noch an der aufgelassenen Kupfer Mine Concordia vorbei.

Und dann … wow, obwohl wir es kannten und schon von oben und unten gesehen hatten.

Und dann in Richtung Paso de Sicu. 200 km ohne Asphalt vor uns. Daher dann auch Luft ablassen. Diese Höhe bon weit über 4.000 Meter ist schlecht für die Leistung von Autos, aber immer wieder gut für Lamas.

Die Höhe bleibt, das Wetter vor uns wird schlecht. Ein auch schlechtes Omen?

Naja. Das Wetter wird besser.

Und an Salzseen vorbei auch mal eine Pause.

Und dann sind wir am Grenzübergang…

… und dieser war trotz anderer Meldungen auf offiziellen Seiten für Touristen zu – und für die meisten anderen auch.

Der Grenzer hatten einen Tipp: nehmt die Abkürzung über Catua und dann sind es nur knapp 2 Stunden zum nächsten, sicher offenen Grenzübergang in der Provinz JuyJuy, dem Überfang am Paso de Jama

Auf ging es, da es alternatives war, meinten auch die Emus und die Lamas.

Und dann das …

… und mit Hilfe von Leuten, die an Telefon Leitungen in der Nähe des Hauses gearbeitet haben, an dem wir zum Radwechsel angehalten haben und Handschuhe hatten, ging dann alles in rund 15 Minuten.

Nun im Schneckentempo weiter auf der unbefestigten Straße.

Dann noch rund 50 km zum Grenzübergang am Paso de Jama. Der eigentliche Pass kam aber erst dahinter.

Nicht unser Tag. An der Grenzstation war der Strom ausgefallen. Bis dieser wieder da war, die Computer hochgelaufen waren, die Grenzcrew anfing zu arbeitet und wir die 5 Schalter der Nummern 1,2,3,4,6 (!) hinter uns gebracht hatten und noch eine kurze Kontrolle des Autos erfolgte, waren weit über eine Stunde vergangen.

Dann mit maximal 90 km/h und wenigstens genug Benzin ging es auf über 4.800 Metern Höhe langsam Richtung San Pedro de Atacama, wenigstens alles schon in Chile, wo der Leihwagen ja her kam.

Immer mehr Fehlermeldungen gab es inzwischen beim Auto. Tempomat ging nicht mehr, die 4 Rad Antrieb Sperre wollte nicht mehr und ständig Lärm wegen überfälligem Service.

Dann kommen wir der bolivianischen Grenze noch ganz nah. Hier waren wir noch vor rund 2 Wochen genau auf der anderen Seite. Da wird selbst der Fuchs neugierig.

Wir fahren von 4.800 Meter Höhe innerhalb von gut 30 Minuten auf 2.500 Meter Höhe herunter. Die Bremsen fangen bald an zu Faden und wir müssen extrem mit dem Motor bremsen.

Und dann die Fahrt in den Sonnenuntergang.

Wir kommen im Dunkeln an, sind nun 13 Stunden unterwegs und 11 Stunden gefahren. Eben auf der Königsetappe. Wir bekommen noch eine Kleinigkeit zum Essen und Gute Nacht.